Über uns

1848 erschien das Kommunistische Manifest – geschrieben von Karl Marx und Friedrich Engels im Auftrag des Bundes der Kommunisten. Das war der Grundstein der organisierten Arbeiterbewegung und ihrer Parteien. Die sozialistische Partei der Arbeiterklasse war von 1875 bis 1914 die SPD. In ihren Reihen waren u.a. die großen und verdienten Parteiführer August Bebel, Wilhelm Liebknecht, Franz Mehring, Clara Zetkin, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht. Spätestens mit der Zustimmung der SPD-Führung zu den Kriegskrediten und des imperialistischen Raubkrieges, der zum 1. Weltkrieg führte, war die SPD nicht mehr die sozialistische Partei der Arbeiterklasse. Die SPD spaltete sich in die Mehrheitssozialdemokratie (MSPD) und die Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD).



Mit dem Verlauf der Novemberrevolution, die von der SPD-Führung um Ebert, Scheidemann und Noske verraten wurde und auch die USPD sich nicht als konsequente Stütze der Revolution zeigte wurde die Notwendigkeit der Existenz einer kommunistischen Partei deutlich. Silvester 1918/Neujahr 1919 wurde in Berlin die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gegründet. Bald darauf wurden die besten ihrer Führer, Rosa Luxemburg und Karl Liebkencht mit Billigung von Noske und vermutlich auch Ebert ermordet.

1933 waren die Kommunisten die ersten Opfer des Faschismus. Von 1933 bis 1945 waren sie unter den entschiedensten Kämpfern gegen die faschistische Gewaltherrschaft.

1945 waren es die Kommunisten, die darauf drängten, ein neues, wirklich demokratisches Deutschland aufzubauen. Nicht sie wollten die Teilung Deutschlands, auch die Sowjetunion wollte die Teilung nicht. Die Teilung Deutschlands war das Ergebnis der Politik der Westallierten und der Regierung der BRD.



1956 wurde die KPD verboten. Schon in den Jahren vorher wurden tausende Kommunisten juristisch verfolgt und inhaftiert, oft von Richtern verurteil, die auch schon im Faschismus politische Gegner zu Haftstrafen oder zum Tod verurteilten. Rund eine halbe Million Bundesbürger waren von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaften betroffen.

1968, nach 12 Jahren illegaler Tätigkeit der KPD, wurde die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) gegründet.

1972 reagierte der Staat (Regierung Brandt) auf den wachsenden Einfluss der DKP, aber auch anderer linker Kräfte mit den Berufsverboten gegen Bewerber im öffentlichen Dienst (Ministerpräsidentenerlass vom 28.1.1972, der bis heute nicht aufgehoben wurde).

Die DKP wurde beständig stärker, in den 1980er-Jahren hatte sie etwa 50.000 Mitglieder. Sie war zwar seit ihrer Gründung 1968 nicht bei Bundestags- und Landtagswahlen erfolgreich, doch kommunale Mandate hatte sie viele, trotz der damals noch bestehenden 5 % -Klausel. Selbst im oberbergischen Morsbach bekam die DKP 1969 8,8 % der Stimmen. Das war gar nicht verwunderlich, denn die Stadt- und Gemeinderäte der DKP waren oft auch aktive Gewerkschafter und Betriebsräte und bekannt dafür, dass sie sich für die Kolleginnen und Kollegen einsetzen.

Die Konterrevolution in den realsozialistischen Ländern und der Wegfall der sozialistischen Länder ging natürlich nicht spurlos an der DKP vorbei. Die DKP wurde kleiner, aber sie zerbrach nicht. Die in der DKP weiter arbeiteten, standen und stehen zu ihrer Vision von einer besseren Welt ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg.

Heute hat die DKP etwa 5000 Mitglieder, klein aber nicht kraft- und tatenlos. Wie zu allen Zeiten, arbeiten die DKP-Mitglieder in Gewerkschaften, Friedeninitiativen, antifaschistischen Initiativen, in Bürgerinitiativen und sozialen Verbänden und Vereinen mit.

Mitglied der DKP kann werden, wer sich zum Programm ( hier) und dem Statut der Partei bekennt.

 

Wer die Welt verändern will, muss sie erkennen. Wer sich befreien will, braucht Genossen. Wer Kraft entfalten will, muss sich organisieren. Wer ein freies menschliches Leben erringen, die Zukunft gewinnen will, muss kämpfen.

Die Deutsche Kommunistische Partei hat sich nicht um ihrer selbst willen gebildet. Sie dient der Arbeiterklasse und dem Volk. Sie wirkt mit den Arbeitern für die Arbeiter, mit der Jugend für die Jugend, mit dem Volk für das Volk“ (aus der Grundsatzerklärung der DKP).